Überblick

Für viele Leute beginnt die schönste Zeit des Jahres im Advent, die geprägt ist von Kerzenlicht und Plätzchenduft, Eisblumen am Fenster, geheimnisvollen Weihnachtsgeschichten und klirrender Kälte. Die Vorweihnachtszeit hat eine ganz besondere Aura. Im letzten Jahr hat vielen dennoch etwas gefehlt: die Weihnachtsmärkte. Nun, nach einem zweijährigen Dornröschenschlaf, verwandelt sich der Alsdorfer Burgpark wieder in ein stimmungsvolles, glitzerndes Lichtermeer mit vielen liebevoll hergerichteten Holzhütten, zahlreichen dekorierten Zelten, festlich geschmückten Bäumen und allerhand sonstigen Illuminationen. Eine friedliche und zauberhafte Stimmung bestimmt das Bild: Romantik und Besinnlichkeit pur. Und da Besucher wie Aussteller im letzten Jahr auf das phantastische Wintermärchen leider verzichten mussten, wurde der Markt heuer um einen Tag verlängert. Schon ab Donnerstag, 25. November, 16 Uhr, lädt der Alsdorfer Weihnachtsmarkt – in gewohnter Manier von der Aktionsgemeinschaft Stadtmarketing Alsdorf (ASA) organisiert – alle Gäste aus Nah und Fern mit seinem „Pre-Opening“ ganz herzlich ein. Denn die offizielle Eröffnung des Marktes findet auch weiterhin am angestammten Freitag vor dem 1. Advent (26. November) statt. An diesen elf Tagen bis zum Sonntag, 5. Dezember, verwandelt sich der Alsdorfer Burgpark in eine kleine beschauliche Weihnachtsstadt. Die herrliche Burgparkkulisse und die romantische Beleuchtung sind die perfekten Zutaten für das phantastische Wintermärchen, gewürzt mit einem umfangreichen Bühnenprogramm mit vielen Stunden Livemusik und Aktionen von und für Kinder sowie vielen hochwertigen Schaustellern.

Weihnachtsmarktparade

Die Vorbereitungen des Marktes standen in diesem Jahr unter ganz besonderen Vorzeichen und es gelten diesmal mit 3G-Regel und teilweiser Maskenpflicht gewisse Einschränkungen. Trotzdem freuen sich Weihnachtsmarktorganisatoren, dass sie den Markt fast wie gewohnt veranstalten können. „Nur auf die Après-Ski-Party haben wir in diesem Jahr verzichtet“, erklärt Toni Klein, der den Markt auch in diesem Jahr wieder federführend organisiert. „Ausgelassenes Feiern lässt sich mit der Bitte um Einhaltung der Abstandsregelung schlecht kombinieren“, so Klein weiter. Festgehalten wurde allerdings an der beliebten Weihnachtsmarktparade, so dass der Freitag, 26. November, der „offizielle“ Eröffnungstag, gleich mit einem Zuschauermagnet beginnt. Um 17.15 Uhr startet der Lichterzug, der sich vom Annapark aus in Richtung Burganlage gemütlich in Bewegung setzen wird. Hier werden die Teilnehmer um 18 Uhr erwartet, pünktlich zur offiziellen und feierlichen Eröffnung des phantastischen Wintermärchens durch Bürgermeister Alfred Sonders. Dieser wird unterstützt durch den neuen Vorsitzenden der Aktionsgemeinschaft Stadtmarketing Alsdorf, Stefan Heffels und Weihnachtsmarkt-Organisator Toni Klein.

Die Besucher dürfen sich wieder freuen: Kreative, weihnachtliche Geschenk- und Bastelideen, wärmender Kakao oder Glühwein sowie leckere, winterliche und regionale Gaumenfreuden lassen die Herzen höher schlagen. Die rund 90 Aussteller in liebevoll dekorierten Buden und Zelten begeistern ihre Kundschaft mit Weihnachtsdekorationen, glitzerndem Christbaumschmuck, Spielzeug, winterlicher Bekleidung, Accessoires und vielem mehr. Die Auswahl ist enorm und das alles im Rahmen des herrlichen Ambientes der romantischen Wasserburg und unter dem Eindruck klassischer Weihnachtsklänge.

Mit dabei ist auch wieder der Alsdorfer Geschichtsverein, der an beiden Wochenendtagen jeweils von 18 bis 21 Uhr im Kaminzimmer der Alsdorfer Burg über die Ahnenforschung informiert und wertvolle Tipps gibt, wie man etwas über die eigenen Wurselen herausfinden kann. Außerdem bietet der Verein einige, doppelte Exponate zum Verkauf an und stelllt seine Jahresblätter vor. Zu sehen sind ebenfalls Werke des Alsdorfer Malers Bernhard Honneff (1909 – 1987), der mit über 450 Bildern und Zeichnungen von Alsdorf und der Region ein umfangreiches künstlerisches Erbe hinterlassen hat.

Und natürlich zeigt auch wieder der Alsdorfer Foto-Dokumentarist Alfred Reimund im Torbau der Burganlage eine Ausstellung mit Bildern aus Alsdorf.

Kunsthandwerker

Nicht zu vergessen sind die vielen Kunsthandwerker, die auch diesmal wieder auf dem Alsdorfer Weihnachtsmarkt vertreten sein werden. Sie geben dem phantastischen Wintermärchen den letzten Schliff und sind eine wichtige Stütze des Marktes.

„Unsere Kunsthandwerker decken eine große Bandbreite ab und präsentieren teils ausgefallene Kreationen aus natürlichen Materialien“, so die Organisatoren. Patchworkarbeiten, Strickwaren, Holz- und Glaskreationen, selbstgemachte Kerzen und Makramee-Arbeiten, Naturseifen, selbstgemachte Kindersachen, Honig aus lokaler Produktion oder Teddys aus Steiff: klein und fein oder groß und klobig. Allen gemein ist die Originalität der vielen kunsthandwerklichen Produkte. Überdies lassen sich viele Künstler bei ihrer Arbeit auch über die Schultern schauen und geben Einblick in ihr Handwerk.

Ein Kunstschmied wird wieder dabei sein, genauso wie Frank Langguth, der mit der Braukunst ein traditionelles Handwerk, gut und gern rund 6000 Jahre alt, präsentiert.
Bei seinem „Craft Bier“ handelt es sich um handwerklich gebrautes Bier, bei dem hochwertige und alternative Zutaten und daraus resultierende eher unkonventionelle Geschmacksrichtungen eine wichtige Rolle spielen – und das alles „made in Alsdorf“.

Am ersten Weihnachtsmarkt-Sonntag werden außerdem im Zelt 83 – 89 Steffi und Thorsten von Vietinghoff ausstellen. Das Ehepaar präsentiert u. a. handgeflochtene Armbänder und Schlüsselanhänger, Naturseifen, Handstrickgarn, mit Vlies gefüllte Kissen, Strickwaren und Schnüffelspielzeug für Hunde: das alles hergestellt aus der Wolle ihrer Lamas und Alpakas, die sie seit vielen Jahren auf ihrer Weide in Alsdorf hegen und pflegen. Dazu bietet das Ehepaar Fairtrade-Produkte aus Peru an.

Bühnenprogramm

Zum Erfolgsrezept des phantastischen Wintermärchens gehört zweifelslos auch das stimmungsvolle Bühnenprogramm auf das sich alle Weihnachtsmarktbesucher freuen dürfen. Schon die Jüngsten sind dabei: Vier Alsdorfer Kindertageseinrichtungen singen, spielen, tanzen und erfreuen ihr Publikum. Viele Karnevals- oder Musikvereine treten auf, genauso wie das Alsdorfer Gesangsduo Silvi und Ralf, das vom Weihnachtsmarkt gar nicht wegzudenken ist. Letzter, Ralf, ist ein echtes „Urgestein“ des Marktes. Schon bei der ersten Auflage an der Burg war er dabei, damals noch mit seiner Band „Five Roses“.

Diesmal werden Silvi und Ralf gleich dreimal auf der Weihnachtsmarktbühne zu sehen und vor allem zu hören sein. Schon jetzt freuen dürfen sich alle Besucher auf das Abschlusskonzert der beiden, das ein echtes Highlight ist und Gänsehautstimmung und einige Tränchen garantiert.

Seit vielen Jahren ist er ein Aushängeschild der Stadt Alsdorf und das phantastische Wintermärchen wäre nicht komplett, wenn er auf der Weihnachtsmarktbühne fehlen würde: Jürgen B. Hausmann hat sein Kommen fest zugesagt und wird am Dienstag, 30. November, um 19 Uhr auftreten. Alle Besucher dürfen sich schon jetzt auf eine Extraportion Humor auf dem Markt freuen.

Aber nicht nur auf der Bühne wird einiges los sein: Das Duo „Magia delle Luce“ präsentiert im Burggelände auch in diesem Jahr seine rasante Feuershow. Schnell lassen Shanti und Ronin die Feuerpois um ihre Körper kreisen, hoch und immer höher werfen sie die kleinen oder großen Feuerstäbe in die Luft, um sie dann sicher wieder aufzufangen.

Egal ob mit Feuerschwertern und -seilen oder mit Drachenstäben – die Künstler arbeiten mit den verschiedensten Utensilien und alle Besucher dürfen sich auf ein wahres Lichtspektakel freuen.
Besinnlicher geht es da bei den Andachten in der St. Castor Kirche zu. Hier können alle Weihnachtsmarktbesucher für einen Moment zur Ruhe kommen, Worte aus der Bibel hören und beten. Musikalisch wird das Nachtgebet von einer Chor- oder Musikgruppe der Pfarre St. Castor begleitet, die Texte und Gebete wählt Pastoralreferentin Bärbel Schumacher aus.

Burgführungen durch den Nachtwächter

Jeden Weihnachtsmarkttag dürfen sich alle Besucher auf einen ganz besonderen Auftritt freuen. Pünktlich um 21 Uhr ertönt die tiefe und sonore Stimme des Nachtwächters: „Hört Ihr Leut und lasst euch sagen, unsere Uhr hat neun geschlagen. Geht jetzt alle brav nach Haus´, denn hier gehen jetzt die Lichter aus!“.

Seit 23 Jahren ist Ludwig Grotenrath die Stimme des Alsdorfer Weihnachtsmarktes. In Mantel und Hut, dem Outfit eines Nachtwächters im ausgehenden Mittelalter nachempfunden, hebt er allabendlich seine Lampe, bimmelt mit der Glocke und kündigt den Besuchern an, dass nun die Klappen vor den Buden hinuntergehen und die Türen der Zelte bis zum nächsten Tag verschlossen werden. In seinem historischen Gewand ist Grotenrath auch noch in einer anderen Funktion auf dem Markt tätig.

Wann wurde die Alsdorfer Wasserburg gebaut? Wurden im Verlies Räuber eingekerkert? Und befand sich in der Burg tatsächlich das erste Wasserklosett der Stadt? Auf all diese Fragen und noch viele weitere mehr weiß Ludwig Grotenrath eine Antwort. Ab Samstag, 27. November, bietet er täglich um 19 Uhr Burgführungen an. Treffpunkt ist der Verlies-Vorhof. Wer Interesse an einer Führung hat, wird gebeten, sich bis 18.45 Uhr bei der Regie rechts neben der Bühne, Stand 61, anzumelden.

Ach ja: Das Weihnachtsmarkt-Team bittet um Verständnis, dass sich der Start der Führungen auch ein wenig verspäten kann. Denn zuvor ist Ludwig Grotenrath auch bei der Nikolaus-Show aktiv. In welcher Funktion wird an dieser Stelle allerdings nicht verraten.

Aktionen für Kinder

Kinder gestalten den Alsdorfer Weihnachtsmarkt mit, spezielle Aktionen für Kinder stehen aber ebenso auch in diesem Jahr wieder im Fokus der Markt-Planungen.

Die Nikolaus-Show, bei der alle braven Kinder vom Nikolaus persönlich eine Weihnachtstüte erhalten können, kann auch in diesem Jahr wieder veranstaltet werden, unterstützt von der Stadtwerke Alsdorf GmbH.

Spiele und Aktionen mit den Kindern, organsiert von den Weihnachtselfen Silvi und Ralf, leiten die Shows jeweils ein. Gerne können die jungen Besucher aber auch selbst Weihnachtslieder, -gedichte oder -wünsche vortragen.

Und wenn sich die Kinder nicht trauen, auf der großen Weihnachtsmarktbühne zu singen oder zu sprechen, ist das natürlich auch kein Problem. Aber vielleicht malen sie viel lieber dem Christkind ein schönes Bild oder schreiben einen dekorierten Wunschzettel? Gerne, denn nach dem tollen Erfolg beim letzten Markt hat das Christkind auch in diesem Jahr wieder eine eigene Postfiliale auf dem Weihnachtsmarkt, die sich über viele Briefe freut.

Im Verlies-Vorhof wartet in diesem Jahr zum ersten Mal eine ganz besondere Überraschung auf die jüngeren Besucher. Liebevoll gestaltete Buden entführen die Jüngsten in eine ganz besondere Märchenwelt. Neben dem visuellen Augenschmaus werden mit „Frau Holle“, „Rapunzel“ und „Hänsel und Gretel“ gleich drei Märchen auch zu hören sein.

Thema Märchen: Es war diesmal nicht leicht für die Programm-Planer, die Auftritte des Märchenerzählers Franz-Josef Kochs fix zu machen. Denn der Alsdorfer Künstler ist ebenso beliebt wie begehrt. So findet zeitgleich zum Weihnachtsmarkt seine Ausstellung „-kurznachsieben- gekritzelkrackelt und geschnitten“ im Alsdorfer Schaffrath-Haus statt, in der Kochs einige Werke ausstellt, die er im Laufe der Jahre fabriziert hat. „All meine Bilder erzählen Geschichten und bedürfen zumeist wohl keiner Erklärung. Und wenn der Betrachter an die Schiebetheater und Bilderbögen der Kindheit erinnert wird, so liegt er nicht falsch“, so der Alsdorfer über die Ausstellung. Trotz seines augenblicklich vollen Terminkalenders lässt der Künstler sein Weihnachtsmarkt-Publikum nicht in Stich. An gleich drei Terminen präsentiert er spannende Geschichten und Märchen. Seine Scherenschnitte entführen alle Besucher in eine andere Welt. Mit viel Liebe zum Detail fertigt Kochs verschiedene Figuren, die dann im Rahmen seiner Erzählungen zum Leben erweckt werden. Neben den Schattenspielen werden auch Bilder zu Märchen projiziert.

Zu den Stammgästen des Marktes gehören einige Spieler von Alemannia Aachen, die auch diesmal wieder für eine Autogrammstunde zur Verfügung stehen, nämlich am Mittwoch, 1. Dezember, von 18 bis 19 Uhr im Zelt 83 – 89. Und an jedem Weihnachtsmarkttag ist der Fanshop der schwarz-gelben Kicker geöffnet.

„Nach dem Ausfall im letzten Jahr fiebert das gesamte Vorstands-Team der Aktionsgemeinschaft Stadtmarketing Alsdorf dem Alsdorfer Weihnachtsmarkt so richtig entgegen“, bekennt der neue Vorsitzende Stefan Heffels. „Viele Monate der Vorbereitung liegen hinter uns. Möglich gemacht wird der Markt durch den unglaublichen Einsatz vieler“, so der ASA-Chef weiter. „Mein herzlicher Dank gilt unserem Haupt-Organisator Toni Klein und dem gesamten Auf- und Abbau-Team. Mit viel Liebe zum Detail wird der Markt jedes Jahr schön hergerichtet“, so Heffels weiter, der sich ebenfalls bei ASA-Geschäftsführer Holger Bubel, der im Hintergrund viele Strippen zieht und den Kontakt zu den städtischen Ämtern aufrechterhält, und bei der Beisitzerin des Vereins, Waltraud Vorrath, recht herzlich bedankt. Letztere bestückt tagtäglich die Nikolaustüten mit Leckereien und kümmert sich bei Wind und Wetter um den Bonverkauf im Rahmen der Nikolaus-Show.
Es ist also angerichtet: Nehmen Sie sich die Zeit, die idyllische Atmosphäre des Alsdorfer Weihnachtsmarktes ohne Stress zu genießen und hier ein paar gemütliche Stunden zu verleben. Das phantastische Wintermärchen 2021 freut sich auf Ihren Besuch.